Bella Vista Landwirtschaftsschule | Ein deutsch bolivianisches Architekturprojekt - Internat
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Das Internat

In einer nächsten Bauphase geht es nun um die Erweiterung des Campus: Damit benachteiligte junge Menschen aus abgelegenen Dörfern Boliviens auch Zugang zu einer Ausbildung in der Landwirtschaftsschule haben können, wird ein Internat geplant und gebaut. Mit dem Neubau wird ihnen ermöglicht, unter der Woche am Ausbildungsort zu verbleiben und gleichzeitig den Betrieb des Agronomie-Campus in Eigenverantwortung zu übernehmen.
Das Internatsgebäude wird auf dem 4000 m2 großen Grundstück in direkter Nachbarschaft zum Schulgebäude im südlichen Drittel des Geländes geplant. Auf dem Grundstück befinden sich derzeit außerdem ein Wasserreservoir, ein Schweinestall und ein Meerschweinchenstall, die in das Gesamtkonzept für das Campusgelände integriert werden sollen.
Der Meerschweinchenstall soll verlegt und die damit frei werdende Fläche dem Bau des Internatsgebäudes zur Verfügung gestellt werden. Es soll somit eine Zonierung durch die agrarischen Nutzbauten für die Tierhaltung im Norden, die Ackerflächen in der Mitte und das Internatsgebäude im Süden erreicht werden. Die Positionierung des Wohngebäudes wird verstärkt durch den zukünftigen Fußgängerzugang in der Süd-Ost-Ecke des Grundstücks. Die Autozufahrt bleibt im Norden bestehen.
Da für das integrale Gesamtkonzept des Campus-Geländes ein übergeordnetes Wassermanagement notwendig ist, soll die Planung des bestehenden, aber neu zu gestaltenden Wasserreservoirs, eines Regenauffangbehälters und einer Pflanzenkläranlage Teil der Entwurfsaufgabe sein. Dazu gehört ebenfalls eine Klärgrube für die Toiletten des Internats.

Vorentwürfe

Im Sommersemester 2016 ging dem Projekt erneut eine Entwurfsphase voraus, in der in Gruppenarbeiten verschiedene Entwürfe für das Internatsgebäude erarbeitet wurden. Die bereits gesammelte Erfahrung durch den Bau der Landwirtschaftsschule und die vorhandenen Ortskenntnisse boten eine gute Grundlage für die Erarbeitung.
Die entstandenen Pro­jekte dienen als umfang­rei­che Grund­lage für die Ent­wick­lung des finalen Projektentwurfes, der aktuell  in inten­si­ver Rück­spra­che mit dem Bau­herrn und  in Zusammenarbeit mit den Fachplanern aus den Lehrstühlen Tragwerksplanung und Gebäudetechnik ent­steht und in den fol­gen­den Mona­ten bis zur Aus­füh­rungs­reife erar­bei­tet wer­den wird.

Entwurf

Das Internat in Bella Vista ergänzt funktional die bestehende und in 2015 in Betrieb genommene Landwirtschaftsschule. Schülern aus abgelegenen Regionen wird eine Unterkunft und Verpflegung für die Unterrichtszeit ermöglicht.
Das Internat bildet als eingeschossiger Solitärbau den südöstlichen Abschluss des Areals und zusammen mit der Schule eine Eingangssituation und Treffpunkt in der Landwirtschaft. Von Schülern, Lehrern, aber auch der unmittelbaren Nachbarschaft wird dieser Ort als Platz für diverse Anlässe verstanden und wahrgenommen.
Das Internat bedient programmatisch und vom Komfort her einen erhöhten, für den Ort unüblichen Standard. Der Grundriss ist in drei übergeordnete Zonen aufgeteilt: den unterteilbaren Wohn- und Gemeinschaftsbereich zum Feld sowie zum belebten Platz hin, den platzabgewandten Schlaftrakt mit seinem privaten Innenhof und die dazwischenliegenden Nebenräumen mit den Bädern, der Abstellkammer, der Technik und den Schränken. Je nach Tätigkeit können die Bereiche flexibel für Lernen, Essen und Freizeit kombiniert bzw. abgetrennt und genutzt werden.
Die vor- und zurückspringende Außenwand erlaubt funktionale Nischen für die jeweiligen Tätigkeiten: den Windfang zum Platz, den Kiosk für die Schule, den Computertisch und den Technikschrank.
Die Öffnungen in der Fassade erhöhen tagsüber die solaren Energieerträge und sorgen somit für ein mildes Raumklima am Abend. Das isolierte Dach faltet sich zu einem Oberlicht für eine weitere, natürliche Lichtquelle im Gebäudeinneren.
Technisch ist das Internat mit Strom durch die gemeinsame Photovoltaikanlage der Schule versorgt. Ein Thermosiphon für Warmwasser versorgt die Bädern und die Küche. Den Vorteil von Synergien von Internat und Schule wird weiterhin durch die neue gemeinsame Kanalisation mit Sammelbecken für Regenwasser, Grauwasser und Schwarzwasser Rechnung getragen.

Das Internat

In einer nächsten Bauphase geht es nun um die Erweiterung des Campus: Damit benachteiligte junge Menschen aus abgelegenen Dörfern Boliviens auch Zugang zu einer Ausbildung in der Landwirtschaftsschule haben können, wird ein Internat geplant und gebaut. Mit dem Neubau wird ihnen ermöglicht, unter der Woche am Ausbildungsort zu verbleiben und gleichzeitig den Betrieb des Agronomie-Campus in Eigenverantwortung zu übernehmen.
Das Internatsgebäude wird auf dem 4000 m2 großen Grundstück in direkter Nachbarschaft zum Schulgebäude im südlichen Drittel des Geländes geplant. Auf dem Grundstück befinden sich derzeit außerdem ein Wasserreservoir, ein Schweinestall und ein Meerschweinchenstall, die in das Gesamtkonzept für das Campusgelände integriert werden sollen.
Der Meerschweinchenstall soll verlegt und die damit frei werdende Fläche dem Bau des Internatsgebäudes zur Verfügung gestellt werden. Es soll somit eine Zonierung durch die agrarischen Nutzbauten für die Tierhaltung im Norden, die Ackerflächen in der Mitte und das Internatsgebäude im Süden erreicht werden. Die Positionierung des Wohngebäudes wird verstärkt durch den zukünftigen Fußgängerzugang in der Süd-Ost-Ecke des Grundstücks. Die Autozufahrt bleibt im Norden bestehen.
Da für das integrale Gesamtkonzept des Campus-Geländes ein übergeordnetes Wassermanagement notwendig ist, soll die Planung des bestehenden, aber neu zu gestaltenden Wasserreservoirs, eines Regenauffangbehälters und einer Pflanzenkläranlage Teil der Entwurfsaufgabe sein. Dazu gehört ebenfalls eine Klärgrube für die Toiletten des Internats.[/spoiler]

Vorentwürfe

Im Sommersemester 2016 ging dem Projekt erneut eine Entwurfsphase voraus, in der in Gruppenarbeiten verschiedene Entwürfe für das Internatsgebäude erarbeitet wurden. Die bereits gesammelte Erfahrung durch den Bau der Landwirtschaftsschule und die vorhandenen Ortskenntnisse boten eine gute Grundlage für die Erarbeitung.
Die entstandenen Pro­jekte dienen als umfang­rei­che Grund­lage für die Ent­wick­lung des finalen Projektentwurfes, der aktuell  in inten­si­ver Rück­spra­che mit dem Bau­herrn und  in Zusammenarbeit mit den Fachplanern aus den Lehrstühlen Tragwerksplanung und Gebäudetechnik ent­steht und in den fol­gen­den Mona­ten bis zur Aus­füh­rungs­reife erar­bei­tet wer­den wird.

Entwurf

Das Internat in Bella Vista ergänzt funktional die bestehende und in 2015 in Betrieb genommene Landwirtschaftsschule. Schülern aus abgelegenen Regionen wird eine Unterkunft und Verpflegung für die Unterrichtszeit ermöglicht.
Das Internat bildet als eingeschossiger Solitärbau den südöstlichen Abschluss des Areals und zusammen mit der Schule eine Eingangssituation und Treffpunkt in der Landwirtschaft. Von Schülern, Lehrern, aber auch der unmittelbaren Nachbarschaft wird dieser Ort als Platz für diverse Anlässe verstanden und wahrgenommen.
Das Internat bedient programmatisch und vom Komfort her einen erhöhten, für den Ort unüblichen Standard. Der Grundriss ist in drei übergeordnete Zonen aufgeteilt: den unterteilbaren Wohn- und Gemeinschaftsbereich zum Feld sowie zum belebten Platz hin, den platzabgewandten Schlaftrakt mit seinem privaten Innenhof und die dazwischenliegenden Nebenräumen mit den Bädern, der Abstellkammer, der Technik und den Schränken. Je nach Tätigkeit können die Bereiche flexibel für Lernen, Essen und Freizeit kombiniert bzw. abgetrennt und genutzt werden.
Die vor- und zurückspringende Außenwand erlaubt funktionale Nischen für die jeweiligen Tätigkeiten: den Windfang zum Platz, den Kiosk für die Schule, den Computertisch und den Technikschrank.
Die Öffnungen in der Fassade erhöhen tagsüber die solaren Energieerträge und sorgen somit für ein mildes Raumklima am Abend. Das isolierte Dach faltet sich zu einem Oberlicht für eine weitere, natürliche Lichtquelle im Gebäudeinneren.
Technisch ist das Internat mit Strom durch die gemeinsame Photovoltaikanlage der Schule versorgt. Ein Thermosiphon für Warmwasser versorgt die Bädern und die Küche. Den Vorteil von Synergien von Internat und Schule wird weiterhin durch die neue gemeinsame Kanalisation mit Sammelbecken für Regenwasser, Grauwasser und Schwarzwasser Rechnung getragen.